Towards an Assertive Europe: EU‘s International Presence

Internationale Konferenz des Arbeitskreises Europäische Integration, Bonn mit Unterstützung der Europäischen Kommission und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Wissenschaftliche Leitung:
Dr. Michèle KNODT, Universität Mannheim

Ort: Mannheim

Datum: 21./22. Februar 2001


Thema der Tagung

Die Konferenz ‘Towards an assertive Europe’ beschäftigt sich mit der neuen Rolle der Europäischen Union in der Welt. Diese zeigt sich umfassend in den Bereichen Sicherheit, Wohlfahrt und Herrschaft. In der internationalen Präsenz der Europäischen Union lassen sich dabei drei zentrale Charakteristika ausmachen, die diese neue Rolle kennzeichnen:

  1. Nicht zuletzt die Querelen um die Neubesetzung des Geschäftsführenden Direktors des Internationalen Währungsfonds und die Beschlüsse über eine europäische Sicherheitsidentität haben die Frage über die Rolle Europas als Partner oder Konkurrent aufkommen lassen. Ein erster Teil der Konferenz befaßt sich daher mit der Außenwahrnehmung der Union als Partner mit neuem Profil.
  2. Ein weiteres Kennzeichen der internationalen Präsenz der EU scheint ihr übergreifender Charakter zu sein. Dies trifft sowohl für politikfeldübergreifende Strategien etwa im Bereich Sicherheit und Wohlfahrt zu als auch für die stärkere Vernetzung von Institutionen wie im Beispiel der Vernetzung der GASP mit WEU, NATO und OSZE. Dazu zählt auch die Strategie der Union politische Aspekte wie das Paradigma des ‚good governance‘ in ihre multilaterale Handelspolitik einfließen zu lassen.
  3. Für die institutionelle Architektur der Europäischen Union wird die neue Rolle nicht ohne Folgen bleiben. Institutionelle Anpassungen sind im Bereich des Zusammenspiels zwischen den einzelnen Organen der EU ebenso zu erwarten wie zwischen der EU und den Mitgliedstaaten.

Die Konferenz wird sich diesen drei Charakteristika der internationalen Präsenz der EU widmen, diese spiegeln sich in den drei inhaltlichen Blöcken wieder. Jeder Block behandelt Beispiele aus den Bereichen Sicherheit, Wohlfahrt und Herrschaft und bietet Raum für eine interdisziplinäre Betrachtungsweise. Als Kommentatoren für die jeweiligen Teilbereiche der Konferenz sind Praktiker aus dem Außenministerium der Bundesrepublik und der Europäischen Kommission vorgesehen.


Programm

The Role of Economic Sanctions in EU and U.S. Foreign Policy: Enduring Conflict or Convergence?
Dr. Sebastian BARTSCH, European University Institute, Florenz

Europe and America – Partners or Competitors?
Hans SCHAUER, Botschafter a. D.

Strategic New Partnerships – EU-­China Relations
Franco ALGIERI, CAP, München
Su Ling Tseng, University of Birmingham

European Autonomy Tamed: New Relationships between CESDP, NATO, WEU and OSCE?
Prof. Dr. Simon DUKE, EIPA, Maastricht

Washington – Paris – Brussels: The EU's Role in Foreign Aid Co­ordination
Dr. Thomas CONZELMANN, Universität Mannheim

Bringing Civil Society into Foreign Trade Policy
Haitze SIEMERS, DG Trade, European Com­mission

The Complex Gestation of a Viable CESDP
Prof. Dr. Jolyon HOWORTH, University Bath

Setting Signals for European Foreign and Security Policy – Discussing Differentiation and Flexibility
Franco ALGIERI, CAP, München

The EU's Mediterranean Policy
PD Dr. Annette Jünemann, Universität GH Kassel


Tagungsbericht in „integration“

Große Hüttmann, Martin 2001: Europas Suche nach einer neuen außenpolitischen Rolle, in: integration, Jg. 24, Nr. 3, S. 316-321.
Tagungsbericht | PDF | 58 KByte


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